Kirche St. Maria-Himmelfahrt in Tütz (Tuczno)

Römisch-katholische Pfarre
St. Maria-Himmelfahrt

ul. Moniuszki 1
78-640 Tuczno

tel. (067) 259 30 22
tuczno@koszalin.opoka.org.pl

Das Wappen Wedel-Tuczyński

Die Geschichte von Tütz

 

Wie die Geschichte des Landes und von Tütz vor der Familie Piast verlaufen ist, darüber geben die Chroniken uns nichts bekannt. Von Mieszko I. bis zum XIV. Jahrhundert, d.h. bis zur endgültigen Auf-nahme von Tütz durch Polen, erlebten die Städt schreckliche Zei-ten: Angriffe, ständigen Herrschaftswechsel, Entvölkerugen, Zer-störungen Verwüstungen, Unglücke waren in dieser Zeit an der Ta-gesordnung. Vom X. bis zum XI. Jh. gab es zwischen dem Tützer-see und dem Tafelsee eine Fischersiedlung. Nach der Eingliederung an Polen entwickelte sich die dortige Ansiedlung. Im 1296 eroberte Ritter Hasso von Wedel, der Stadt Wedel in der Nähe von Hamburg, der im Dienst des brandenburgischen Grafen stand - Tütz, das ihn nach 10 Jahren belehnte. Er war der erste Vertreter des Gesch-lechtes von Wedel. Ab dem Jahr 1528 nahm er auch den zweiten Teil des Namens - Tuschinski (Tuczyński), an. Er war Eigentümer der Stadt bis 1729. 1365 zwang der Koenig von Polen Kasimir der Große (Kazimierz Wielki), Wedel, die polnische Oberherrschaft anzuerkennen. 1391 erwarb der Koenig von Polen Wladislaw II. (Władysław) Jagiełło dieses Land und dieses wurde folglich von Polen definitiv einverleibt. Die Grenze der Stadt lag am Fluss Drage. Die Wedels erhielten durch ihre Treue zu Polen verschiedene Privi-legien. Dadurch war die Bedeutung dieses Herrschergeschlechtes sehr groß geworden. Dieses Herrschergeschlecht zählte zu den bedeutendsten Geschlechtern von Großpolen. Die Mitglieder ver-walteten ihre Ämter von der Großpolen wie auch jene der Königs-behörden. Z. B. war Christoph (Krzysztof) Wedel-Tuschinski Kastellan von Santock und Posen.

 

Geschichte der Kirche

 

Die Pfarrkirche der Maria-Himmelfahrt, XVI. Jahrhundert, aus Ziegeln, mit polnischem Geschichtshintergrund.
 

1306 – In den Dokumenten wird vom Pfarrer berichtet
1349 – Es wird von der Pfarrei berichtet
1395 – Bittgesuch an den Bischof von Posen um die Errichtung und Aufstellung des Altares der heiligen Jungfrau Maria
1475 – Man benennt den Altar zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit
1498 – Austausch der Altäre: der heiligen Jungfrau Maria und der "Heiligen Drei Könige"
1522 – Bau der Kirche auf dem alten Grundstück der ursprünglichen Kirche
1546/1604 – Die Kirche geht in den Besitz der Lutheraner über
1581 – Brand der Kirche
1622 – Weihe der Kirche
1636 – Einsturz des Kirchturmes
1640 – Brand der Kirche
1641/1649 – man baut den neuen Turm, die Sakristei, das Gewölbe, neue Altäre
1660 – Neubau der Kirche
1723 – Neuer Turm
1834 – Brand der Kirche, nur das Dach ist verbrannt, das Innere der Kirche blieb jedoch von Schaden verschont
1842 – Der Turm wird nochmals neu gebaut
1857 – Polychromie/Vielfarbigkeit und Anstrich des Gewölbes
1920 – Tütz, der Sitz des Prälaten
1945 – die russische Armee nimmt die Kirche in Besitz und zweckentfremdet sie als Lagerraum der von ihenen gestohlenen Sachen
1968 – Absicherung des Kirchturmes
1971/2 – Konservierungsarbeiten im Innern der Kirche
2007 – Trockenlegung der Wände, finanziert durch Subventionen seitens des Ministeriums für Kultur.

Der Hauptaltar - Krönung der Hl. Jungfrau Maria

 

Die Krönung von Tütz basiert auf dem Bild mit demselben Motiv - gemalt durch Hermann Han in den Jahren 1623/26, das sich in der Mitte des Hauptaltares im Dom von Pelplin befindet. Das Bild von Tütz wiederholt das gleiche Motiv mit einigen Veränderungen, aber der Sinn bleibt derselbe: oben befindet sich fast dasselbe Motiv wie in Pelplin, in der Mitte jedoch ein bisschen/wenig verändert (man findet hier mehrere Motive der Apokalypse), im Bild unten wiederholt man nur die Figuren des Kaisers und des Papstes; an der Stelle der großen Menschengruppe sind auf dem Bild von Tütz einige Figuren dargestellt: auf der rechten Seite sind König Siegmund III. und der Kaiser Ferdinand II., neben ihnen gibt es drei Figuren der Laien-Ämter, unter ihnen befindet sich der Stifter Christoph Wedel-Tuschinski. Das Bild von Tütz ist eine Aktualisierung und Kopie des Bildes aus Pelplin mit der Anpassung an die Notwendigkeiten des Stifters. Die Konservationsarbeiten des ganzen Altars wurden in Państwowy Konserwator Zabytków, Zakład Sztuki Zdobniczej in Warszawa in 1969/72 durchgeführt.

Der Altar der Heiligen Familie

 

Die Nachbildung des Werkes der Hanna präsentiert sich mit kleinen Unterschieden zum Altar der Heiligen Familie, der sich im Zentrum des Nebenaltares befindet. Das Originalbild befindet sich im nördlichen Nebenschiff des Domes in Pelplin. Dieses Mal wurde das Werk der Hanna originalgetreu wiedergegeben. Kleine Unterschiede gibt es lediglich betreffend Kopf und Kleid des Engels, der Christus den Obstkorb reicht.

Der Altar der Engel / Engelsaltar

Die Entstehung des ersten Altares ist mit der Anschaffung durch Kazimierz Tuczyński im Jahr 1661 verbunden. Der Altar taucht bei der Visitation von Mikołaj Zalaszowski im Jahr 1695 auf. Die Details des Bildes legen die Vermutung nahe, das es er im XVII. Jh. entstanden ist. Das Schmuckwerk entspricht der Vision des Hl. Antonius Padewski, die im XVIII. Jh. entstand.

Der Altar der Hl. Maria Magdalena

 

Im Sockel befindet sich "Maria Magdalena, die Füße von Christus waschend, am Balkengerüst zwei Engel und ein sechsseitiges Bild "Der auferstandene Christus erscheint Maria Magdalena als Gärtner". In der Mitte des Bildes "Maria Magdalena, Buße tuend".

Der Altar der Kreuzigung (Der Kreuzigungsaltar)

 

Im Sockel befindet sich das "Heilige Abendmahl". In der Mitte das Bild der "Kreuzigung". Im Sockel ist das ovale Bild der "Auferstehung". Das Bild stellt den Leib Christi auf dem Kreuz mit gebeugten Knieen dar. Auf der linken Seite die Mutter Dolorosa (Schmerzensmutter) mit dem Hl. Johannes. Auf der rechten Seite sieht man die Stifter - Christoph und Stanislaw Tuschinski, in der Tiefe sind Felsen und Häuser von Jerusalem dargestellt. Die Gottesmutter trägt einen blauen Mantel, ein rotes Kleid und einen weißen Schleier. Der Hl. Johannes trägt ein grünes Kleid und einen braunen Mantel, Christoph Tuschinski sieht man rechts mit einem pelzgefütterten Mantel, Stanislaw hingegen in mit einen roten. Die Sonne leuchtet strahlend rot aus den Wolken hervor.

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